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Autor: Der Papa
Bei uns habe ich die Eingewöhnungsphase, in eine Krabbelgruppe, gemacht. Mein Sohn war damals zwei und ich muß sagen, es ist garnicht so leicht. Weder für meinen Sohn noch für mich. Aber letztendlich haben wir es hin bekommen.
Nun zu dem Weg: Also als Information hatte ich, dass man die ersten Tage (etwa) eine Woche gemeinsam in die Gruppe geht und sich dann langsam distanziert. Wie gesagt so getan. Nach einiger Zeit bin ich also still und leise in die Küche, welche sich genau neben dem Spielzimmer der kleinen Ragger befindet. Dort beschäftigte ich mich mit lesen. Mein Sohn sah, das ich dort sitze und somit war die Welt für Ihn in Ordung. Machmal kam er und wollte das ich mit spiele, meist blieb ich aber standhaft und er zog zurück in die Gruppe von vier Kindern. Soweit sogut, nun war die Woche aber schon über drei Wochen abgelaufen. Also tat ich was ich tun musste. Ich verabschiedete mich gebühren und ging. Man bereitete mich darauf vor, dass Kinder in dieser Situation oft weinen und kurze Zeit später, wenn der Papi weg sei, wieder mit dem Spielen beginnen. Nicht so mein Sohn, er sagte mir schön tschüss und spielte weiter. Aber die Zeit war wohl zu lange, nach 45 min. weinte er nurnoch bis ich endlich kam. So ging es zwei Wochen lang. Was also konnten wir tun?
Dann kam die Idee: Eine Sanduhr aus dem, dort ansässigem, Kindergarten sollte ihm einen Anhaltspunkt geben. So fingen wir an. Den ersten Tag mit 10 Minuten, bis die Sanduhr abgelaufen war. Genauso lange saß er auch vor Ihr und jammerte vor sich hin. Natürlich mit tröstenden Wörten auf dem Schoß der Betreuerin. Der zweite Tag brachte schon Besserung. Zwar immer noch auf dem Schoß der Betreuerin, aber mit den Worten "Papa gleich kommt." Ein paar Tage später spielte er völlig frei und ohne die Sanduhr auch nur zu beachten, welche längst nicht mehr lief.
Was genau zeigt uns diese kleine Geschichte: Kinder brauchen Vertauen, sie müssen sehen, dass die Eltern gleich wieder da sind. Und sie brauchen einen Anhaltspunkt, wann sind die Eltern da. Beides haben wir durch diese Methode geschaffen. Die kurze, für das Kind absehbare, Zeit und die Sanduhr als Anhaltspunkt.
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Lisa und ihre Mutter stehen im Supermarkt an der Kasse. Mama," sagt Lisa, " ich will das haben !" Bitte, kaufst du mir das?" Lisa zeigt auf ein buntes Päckchen Kaugummi. "Nein", erwidert die Mutter. " Da ist Zucker drin und der ist schlecht für deine Zähne." Damit ist die übliche Supermarktdebatte eröffnet. Lisa kontert: "Das stimmt nicht, dass weiß ich genau." - "Und woher weißt du das so genau? "Der Mann im Fernsehen hat das gesagt!" Wer Kinder hat kennt solche Situationen. Viele Eltern klagen über die Wunsch- und Kaufverführungen, denen ihre Kinder täglich ausgesetzt sind. Und nicht nur die Kinder, selbst kritische Konsumenten werden oftmals durch geschickte WERBUNG, Einflüsse aus der sozialen Umgebung oder durch Modetrends zum Kauf immer neuer Produkte verführt. Wer kennt sie nicht, die unzähligen Werbesprüche, die sich so schnell und nachhaltig in unser Gehirn einschleichen und dort festsetzen. Doch das ist ja auch die Aufgabe der Werbung. Hier werden Dinge miteinander verknüpft, die eigentlich nicht zusammengehören, und so verführerische Illusionen aufgebaut.
Besonders Fernsehwerbung finden Kinder toll, denn dies Art von Werbung spricht Augen und Ohren gleichzeitig an und ist eine echte Falle für Kinder, bis weit in's Grundschulalter hinein können Kinder nicht zwischen Schein und Sein unterscheiden. Weil sie Begriffe für Realität und Illusion erst noch bilden müssen, nehmen die Kinder zunächst alles für bare Münze, auch das was sie im Fernseher sehen. Deswegen ist es außerordentlich wichtig, Kinder in diesem Alter nicht alleine Fernsehen zu lassen. Die Industrie freut sich, denn die versucht Kinder schon sehr früh als Konsumenten zu gewinnen. Man denke doch nur mal an die Sielzeug- und Süßigkeiten Werbung, die merkwürdiger weiße gerade um die Weihnachtszeit vermehr im Fernensehen läuft. Elter möchten gerne die Bedürfnisse und wünsche ihrer Kinder erfüllen und werden genau dort von der Werbung gepackt und beeinflusst. Früher hatte ein Kind z. B. eine Puppe, ein Puppenwagen, ein Puppenbett und einige Puppenkleider. Heute besitz ein Kind beispielsweiße so etwa fünf bis zehn Barbies, ein Barbie-haus, ein Barbie-auto, drei bis Fünf Puppen, unzählige Kleider für die Barbies und Puppen usw. Leider verändert sich dadurch auch das Spielverhalten der Kinder, oft zu Ungunsten der Fantasie und Kreativität. Die Kinder Spielen gar nicht mehr wirklich, weil sie nicht wissen mit was sie spielen sollen. Es wird hier ein Spiel angefangen und da ein Spiel angefangen.
Ein Tipp:
Versuchen Sie doch mit Ihrem Kind Spielsachen selber herzustellen bzw. Zubehör. Ein Beispiel: Ihre Tochter wünscht sich eine ganz bestimmte Puppe mit Bett, Hochstuhl, Kleidung, Kinderwagen etc. Das alles ist Ihnen aber zu teuer. Klar, sie könnten diese Dinge immer nach und nach kaufen, Aber wie währe es denn, dass Puppenbett selber herzustellen gemeinsam mit Ihrem Kind. So ein Puppenbett hat bestimmt niemand anderes. Oder auch Puppenkleidung etc. Seien Sie gemeinsam kreativ, es gibt viele Möglichkeiten.
Nicht selten müssen Kinder Ihre wünsche nur einmal aussprechen und schon werden sie erfüllt. Oft spielt hierbei das schlechte Gewissen eine entschiedenen Rolle. Wenn schon abends oder am Wochenende wenig Zeit für die Kinder übrig bleibt, dann sollte doch wenigstens ein Wunsch erfüllt werden. Doch Kinderwünsche entstehen häufig aus einer Stimmung heraus und habe keinen Bestand. Zuerst möchte das Kind diese Spielzeug unbedingt haben und dann spielt es nach einem Tag nicht mehr damit. Deshalb ist es nicht sinnvoll jedem Wunsch nachzugeben, Eltern sollten erst mal prüfen ob dieser auch bestand hat und dieses Spielzeug nach einem Monat immer noch aktuell ist. Außerdem ist es nicht schlimm, sondern ehr förderlich für dir Wertschätzung des Geschenkes. Wenn ein Kind auf Grund dieser Überprüfung auf die Erfüllung seines Wunsches auch mal warten muss.
Für viele Kinder ist der Umgang mit Geld schwer einzuschätzen. Wie solle ein Kind erfassen, dass es das ersehnte Spielzeug an der Kasse nicht noch zusätzlich in den Einkaufswagen legen darf, wenn doch die Mama immer genügend Geld dabei hat? Für Jüngere Kinder ist der Kreislauf des Geldes nicht sichtbar. Sie sehen oft nur die Geldmaschine (den Bankautomat ) oder den Ausgabeschalter in der Bank und denken das immer genügend Geld da sein muss. Und wenn nicht holt Mama oder Papa dort welches. Also warum bekommt es dann sein ersehntes Spielzeug nicht.
Es wäre sicher sehr hilfreich einem Kind zu erklären wie das mit dem Geld funktioniert. Erst erklärt man was Arbeiten und Geld verdienen bedeutet, dann kann man mit Hilfe von Geldstapeln erklären das man Miete, Wasser, Strom etc. von diesem Geld bezahlen muss und was übrig bleibt davon werden Essen, Trinken, Kleidung etc. gekauft. Das verdeutlicht schon Kindergartenkindern den Aha-Effekt, was mit dem Geld passiert und das man nicht einfach alles kaufen kann.
Es ist also sinnvoll bereits Kindergartenkindern den Umgang mit Geld veranschaulicht zu erklären und beizubringen. Es ist Gut seinem Kind ein kleines Taschengeld zu zahlen, womit sich das Kind dann einen kleinen Wunsch selber erfüllen kann. Dadurch lernt es auch, dass es sich eben nicht alle Wünsche auf einmal erfüllen kann. Ebenso lernt es zu sparen und ist dann ganz besonders stolz, wenn es sein Ziel erreicht hat.
Das ist ein großer Schritt zur Selbstständigkeit
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